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Wanderung nach Renthendorf

Wanderzeit: 4 Stunden
Tourenlänge: ca. 21 km
Hinweise: Auch mit dem Fahrrad passierbar.
Ausgangspunkt: Triptis, Stadtteich

 

  • Wir treffen uns am Stadtteich in Triptis. Von hieraus überqueren wir die Neustädter Straße und gelangen in die Teichstraße, die dann in die Schönborner Straße und später in die Nordsiedlung mündet.
  • Am Ende der Nordsiedlung führt rechts ein Weg parallel zur Autobahn. Diesem folgen wir, bis wir kurz vor dem Kreisverkehr in Oberpöllnitz angelangen.
  • Von hier aus richten wir uns nach links, dabei quert die Straße die Autobahn und wir gelangen in das Industrie- und Gewerbegebiet "Triptis-Nord". Rechts vor der Autobahn findet sich eine erst neu errichtete Kapelle, die der Unternehmer Helmut Fliegl errichten ließ.
  • Am Unternehmen Fliegl biegen wir nach rechts ab und wandern bis zur Raststätte Rodaborn/Waldterassen (ca. 800 m). Hier lohnt es sich, eine erste kleine Pause einzulegen. Alternativ können Sie von hierhaus auch gerade an der Raststätte vorbei (die sie links liegen lassen) weiter wandern zum Hirtenberg  entlang des herrlich gelegenen Höhenzuges. Von hier aus haben Sie eine wunderschöne Sicht auf die Täler, so befinden sich rechts die Orte Wittchenstein, Schwarzbach und Heiligenaue und rechts Schönborn und Renthendorf. -> Hierzu sollten Sie sich bezüglich der Wanderwegführung genauer befragen, da es sich teilweise um einen mehr oder weniger genutzten landwirtschaftlichen Weg handelt und manchmal auch in einem Trappelpfad fortführt.
  • Direkt vor der Raststätte führt links ein steiler Fußweg mit Stufen in den Wald hinein und wir sehen das Brunnenhaus der Roda-Quelle. Vorbei an einem idyllischen Waldteich gehen wir weiter geradeaus und kommen nach 1 km zu einem weiteren Waldweg, an dem wir uns links halten. Von dort sind es noch 1300 m bis wir die Ortlage Schönborn erreichen.
  • Nach ca. 600 m vom Ortsausgangsschild Schönborn sehen wir links die Schönborner Mühle, die auch eine Bäckerei beherbergt. In Ottmannsdorf angelangt, wenden wir uns nach rechts in Richtung Renthendorf. An der ehemaligen Ottmannsdorfer Mühle sehen wir eine Wandmalerei, die von der Eigentümerin selbst entworfen und angebracht wurde.
  • Nun wandern wir noch ca. 1 km auf der Straße entlang und gelangen nach Renthendorf. Das langgestreckte "Tälerdorf" zieht sich über 4 km hin. Hier reiht sich ein Gehöft an das andere. Am Ende des Ortes treffen wir auf die Brehm-Gedenkstätte - ein Besuch in der Gedenkstätte lohnt sich, das Schullandheim unterhalb des Museums lädt zum Verweilen ein. Achtung! Aufgrund der Generalsanierung der Gedenkstätte bis voraussichtlich 2020 ist die Ausstellung im benachbarten Pfarrhaus untergebracht. Informieren Sie sich bitte unter: https://www.brehm-gedenkstaette.com/besucherinformationen.
  • An der Gedenkstätte beginnt auch ein Rundweg mit Lehrtafeln, der die heimische Vogelwelt näherbringt. Diesen Weg können wir nutzen, er führt vorbei an den "Brehm-Ahörnern" und wir gelangen am Ende des Weges wieder auf die Ortsstraße zurück, die wir wieder in Richtung Schönborn verlassen oder
  • wir wandern direkt von der Brehm-Gedenkstätte zurück bis nach Schönborn.
  • In Schönborn wandern wir geradeaus durch den Ort am Dorfteich vorbei. Ca. 300 m nach dem Ortsausgang treffen wir auf die Wochenendsiedlung von Schönborn, zur rechten Seite sehen wir den Speicher Schönborn.
  • Wir wandern weiter geradeaus. Nach weiteren 300 m unterqueren wir die Autobahn und laufen in Richtung Geheege, wobei wir uns links halten. In Geheege, einem sehr kleinen Ort, wandern wir nach rechts auf einer kaum befahrenen Ortsverbindungsstraße in Richtung Oberpöllnitz.
  • Oder wir unterqueren die Autobahn und halten uns alternativ ganz rechts auf dem Waldweg und gelangen nach ca. 1,5 km in die Nähe des Rastplatzes Rodabon (diesmal von der anderen Seite der Autobahn) und laufen weiter nach Oberpöllnitz.
  • In der Siedlerstraße angekommen sehen wir links das Rundschloss von Oberpöllnitz. Wir laufen aber weiter geradeaus zum Schafberg und kommen in die Dr.-Wilhelm-Külz-Straße. Wenn wir dieser Straße nach links folgen, treffen wir nach 50 m auf das neu gestaltete Dorfzentrum mit dem Dorfteich. Wir wenden uns aber nach links in Richtung Triptis.
  • Unter der Eisenbahnbrücke hindurch wenden wir uns nach rechts in die Oberpöllnitzer Straße, die in die Bahnhofstraße weiterführt.
  • Am Ende der Straße biegen wir rechts in die Geraer Straße ein.
  • Diese laufen wir ca. 400 m geradeaus bis wir zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zurückkehren.

 

Hinweise:
Diese Wanderung führt durch meist kleinere Dörfer die geprägt sind von ihrer schönen Lage, eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln in landschaftlich reizvollen Tälern. Liebevoll sanierte Fachwerkhäuser und gepflegte Gärten gilt es zu entdecken.

Alternativ können Sie die Wanderung

Die ehemalige Raststätte Rodaborn wurde 1928 als "Walderholungsheim Rodaborn" von der Rodaborngesellschaft Triptis errichtet. Mit dem Bau der Autobahn in den Jahren 1934 - 1936 wurde sie am 20.12.1936 als erste Autobahnraststätte Deutschlands in Betrieb genommen. Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A9 wurde die Raststätte zum 01.07.2004 geschlossen. Alle Bemühungen zum Erhalt der Autobahnraststätte bisher blieben leider erfolglos. Nun befindet sich die Raststätte in Privatbesitz und wurde zum 08.05.2010 als Ausflugslokal neu eröffnet.

 

ehemalige Raststätte Rodaborn

 

Übrigens die Roda ist ein 33,6 km langer Zufluss der Saale. Der Fluss entspringt in der Nähe von Rodaborn, von dort fließt er durch die Tälerdorfer Schönborn, Renthendorf usw. nach Stadtroda und mündet südlich von Jena in die Saale. Mitte der zwanziger Jahre bestätigte Prof. Dr. Klonka vom pharmakologischen Institut der Universität Jena, dass das Wasser der Rodaquelle nennenswerte Radium-Anteile in im Wasser gelöster Emanation enthält, dass es also als Mineralwasser mit therapeutischem Heilwert anzusprechen war.

Bei der Schönborner Mühle, landschaftlich wunderschön gelegen, handelt es sich um eine ehemalige Wassermühle, die jetzt elektrisch angetrieben wird. Sie ist noch voll funktionsfähig und in Betrieb. Die Müllereimaschinen stammen von ca. 1940. Modernisiert wurde die Mühle 1985. Jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag wird dort aus selbst gemahlenem Getreide Roggenbrot im Holzbackofen gebacken - ein Besuch lohnt sich.

 

Schönborner Mühle

 

Die Brehm-Gedenkstätte Renthendorf zeigt Leben, Werk und Wirkung des "Vogelpastors" Christian Ludwig Brehm (1787-1864), seines Sohnes, des "Tiervaters" Alfred Edmund Brehm (1829-1884), und anderer Brehms, die Entwicklung der Ornithologie/Vogelkunde im 19. Jahrhundert, die Erfolgsgeschichte von "Brehms Tierleben" zur Weltliteratur und vieles andere mehr. Die Gedenkstätte ist täglich von 9:00 - 12:00 Uhr und von 13:00 - 17:00 Uhr geöffnet. Unterhalb des Museums lädt das dortige, modern eingerichtete Schullandheim Gäste zum Verweilen ein. Gerade Familien und Schulklassen sind herzlich willkommen.

 

Zugang zur Brehmgedenkstätte Vogelstimmenstation

 

An der Brehm-Gedenkstätte beginnt ein Rundweg, der mit Lehrtafeln die heimische Vogelwelt näherbringt. Auf diesem Rundweg gelangt man auch zu den Brehm-Ahörnern auf dem Baderberg. Diese Baumgruppe bildete die Vogelwarte, wo Christian Brehm seinem Hobby als Vogelbeobachter nachging. Auf einer Gedenktafel zusammen mit dem Naturschutzzeichen steht folgender Text: "Hier standen die alten 1000-jährigen Ahornbäume, Naturdenkmal seit 1938, auf dem Baderberg bei Renthendorf, ehemals Vogelwarte von C.L. Brem. Anstelle der durch Blitz zerstörten alten wurden im Apri 1974 neue gepflanzt. Silberahorn-Bergahorn."

 

Brehm - Ahörner Blick auf Oberrenthendorf

 

Das kleine Schloss in Oberpöllnitz ist rund oder jedenfalls fast rund gebaut. Erstmals findet sich das Gebäude 1341 als Rundbau mit einem kleinen Innenhof urkundlich erwähnt. Den Um- und Ausbau zum Renaissance-Schloss betrieb aber erst im 16. Jahrhundert Bernhard von Pöllnitz, sächs. Kanzler. Laut Aufschrift über dem Eingangsportal wurde es 1414 erbaut und 1848 erneuert.

 

Das Schloss blieb bis zum Ende des 17. Jahrhunderts im Familienbesitz derer von Pöllnitz. Danach wechselten die Besitzer häufig. Nach 1945 wohnten Umsiedler und Flüchtlinge im Schloss. Im Jahr 1972 wurde es baupolizeilich gesperrt. Zu dieser Zeit wohnten dort noch 10 Familien. Außer einer Dachreparatur 1957 waren kaum Reparaturen durchgeführt worden. Vom damaligen Institut für Denkmalpflege in Erfurt wurde immer wieder auf nötige, durchzuführende Reparaturen hingewiesen.

 

Im Jahr 1977 wurde von Seiten des damaligen Rates des Kreises alles zu einer Sprengung des Schlosses im Rahmen einer ZV-Übung vorbereitet, die durch den Einspruch des damaligen Pfarrers von Oberpöllnitz in letzter Minute verhindert werden konnte. Mit Hilfe der "Deutschen Stiftung Denkmalpflege" konnte nach der politischen Wende im Jahr 1989 die noch vorhandene Substanz weitestgehend erhalten und so gesichert werden, dass das Schloss auf Jahre vor weiterem Verfall bewahrt bleibt. (Die Außenmauern begannen bereits einzustürzen.) Mittlerweile befindet sich das Schloss wieder in Privatbesitz.

 
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