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Dorf- und Heimatmuseum in Dreitzsch

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Ortsstraße 22
07819 Dreitzsch

Das Dorfmuseum entstand in den Jahren 1997 und 1998 aufgrund einer Förderung im Rahmen des LEADER II - Programmes der Europäischen Union aus einem kleinen Nebengebäude eines ehemaligen Bauernhofes, der Eigentum einer Erbengemeinschaft war und deren Angehörige von 1961 bis 1994 nicht mehr bekannt waren.

 

Dementsprechend mangelhaft war die Verwaltung des Anwesens in den vergangenen Jahrzehnten, die deshalb auch zu einer starken Vernachlässigung der vorhandenen Gebäudesubstanz und zu starken baulichen Schäden führte. Seit 1991 war es dann durch Maßnahmen der Dorferneuerung möglich, zunächst die Gebäudesubstanz zu sanieren und im Bestand zu erhalten.

 

 

Im Zusammenhang mit der Feier der 875. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde Dreitzsch im Jahr 1995 kam es zu einer beachtlichen Ansammlung vielfältiger Gegenstände und Zeugnisse der Ortsgeschichte und der Geschichte der Region, von der Steinzeit bis zur jüngsten Vergangenheit die in der Gemeindeverwaltung aufbewahrt werden mussten. Um diese Gegenstände und Zeugnisse einem großen Interessentenkreis angemessen präsentieren zu können, erfolgte der Ausbau des Gebäudes zum Museum im Jahr 1997. Die für den Ausbau erarbeitete Planung verfolgte das Ziel, möglichst viel der vorhandenen historischen Bausubstanz zu erhalten und auch sichtbar darzustellen. Die vorhandenen Stallanlagen im Erdgeschoss, aus Bruchsteinen gemauert und früher hauptsächlich zur Schweine-, Schaf- und Ziegenhaltung genutzt, wurden erhalten. Das Obergeschoss erhielt einen gesonderten Eingangsbereich mit Garderobe und einer Toilette. Außerdem wurden in diesem Geschoss zwei Ausstellungsräume sowie eine kleine Teeküche eingebaut. Letztlich bot es sich an, auch das Dachgeschoss mit in die Museumsnutzung einzubeziehen. Es wurde so ausgebaut, dass Versammlungen, Vorträge, Wechselausstellungen und andere ähnliche Veranstaltungen für einen kleineren Besucherkreis (bis maximal 30 Personen) durchgeführt werden können.

Die Einrichtung des Museums erfolgte im Jahr 1998. Das Ausstellungskonzept des Museums baut im wesentlichen auf den vorhandenen Exponatbestand auf. Neben Haushalts- und Gebrauchsgegenständen eines bäuerlichen Haushalts aus den letzten 2 Jahrhunderten (Gerätschaften für die Flachsbearbeitung, die häusliche Wäsche, Obstpressen, Tongeschirr) wurden der Gemeinde auch einige Möbel, christliche Druckerzeugnisse, Haushaltswäsche und sogar zwei Vereinsfahnen übergeben und sind ausgestellt. In den ehemaligen Stallungen des Erdgeschosses werden vor allem landwirtschaftliche Geräte aus der Zeit um 1900 präsentiert.

Die Ausstellungen im Obergeschoss widmen sich folgenden Themen.

  1. Die frühe Siedlungsgeschichte der Gegend um Dreitzsch, gezeigt werden hierzu Gegenstände aus der Steinzeit, der jüngeren Bronzezeit ( aus dieser Zeit existiert bei Dreitzsch ein bedeutendes Urnengräberfeld) sowie der slawischen Siedlungsperiode der Zeit 700 bis 900 unserer Zeitrechnung,
  2.  bäuerliche Verfahren zur Verarbeitung von Flachs bis hin zum Leinen, von Milch und von Obst und Früchten zu Saft, gezeigt werden hierzu verschiedene Geräte und Maschinen, wie Flachsbrechen, Flachshecheln, Butterfässer, Milchzentrifugen und anderes mehr,
  3. bäuerliche Lebenskultur aus der Zeit um 1900, dargestellt durch Möbel, Haushaltsgegenstände, Textilien und anderes mehr sowie
  4. Zeugnisse der jüngeren Ortsgeschichte von der Jahrhundertwende an.

 

Wir laden herzlich zu einer Besichtigung unseres Museums ein.

 

Die Öffnungszeiten können bei der Gemeinde Dreitzsch, Am Kirchberg 2 in 07819 Dreitzsch, Telefon: 03 64 81 / 2 20 58 erfragt werden.

 
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