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Wanderweg Rodaborn

Tourenlänge: ca. 7 km
Wanderzeit: 2 Stunden
Ausgangspunkt: Triptis, Oberpöllnitzer Straße in der Nähe vom Bahnhof

 

  • Wir beginnen unsere Wanderung am Wegweiser in der Oberpöllnitzer Straße, in der Nähe des Bahnhofs;
  • von hier aus geht es in Richtung Oberpöllnitz links unter der Bahnbrücke hindurch, etwas geradeaus, dann halten wir uns rechts entlang der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße bis zum Abzweig am Schafberg - vorbei an der Kirche und am Rundschloss von Oberpöllnitz gelangen wir in die Siedlerstraße und überqueren die Bundesstraße B 281;
  • gleich nach der Brücke wenden wir uns nach links, von dort aus weiter bis zur Autobahn durch den Wald über die neu errichtete Fußgängerbrücke (Hinweise zum Erna-Steg im Anschluss);
  • an der ehemaligen Raststätte Rodaborn eingetroffen, befindet sich hier auch die Rodaquelle (deren Sanierung in den nächsten Jahren vorgesehen ist), dann halten wir uns links und laufen noch eine Weile parallel zur Autobahn - vorbei an der Sandgrube kommen wir nun zum Gewerbe- und Industriegebiet "Triptis-Nord";
  • von hier aus links geht es wieder in Richtung Oberpöllnitz, zunächst überqueren wir nochmals die Autobahn, dann die neue Bundesstraße B 281, lassen den Kreisverkehr hinter uns und biegen nun rechts in einen Weg (wir laufen nun wieder eine Weile parallel zur Autobahn) der in die Nordsiedlung und anschließend in die Schönborner Straße führt;
  • die Schönborner Straße laufen wir entlang bis zum Stadtteich, nun wenden wir uns nach links in die Geraer Straße;
  • dieser folgen wir bis zur Bahnunterführung nach der es links in die Bahnhofstraße geht und wir nach ein paar Metern wieder am Ausgangspunkt angekommen sind.

 

 

Hinweise:
Das kleine Schloss in Oberpöllnitz ist rund oder jedenfalls fast rund gebaut. Erstmals findet sich das Gebäude 1341 als Rundbau mit einem kleinen Innenhof urkundlich erwähnt. Den Um- und Ausbau zum Renaissance-Schloss betrieb aber erst im 16. Jahrhundert Bernhard von Pöllnitz, sächs. Kanzler. Aus dieser Zeit stammte die inzwischen weitgehend verloren gegangene Ausstattung mit den typischen Volutengiebeln, Spitzsäulen, Grisaillemalereien (als Grisaille bezeichnet man eine Malerei, die ausschließlich in Grau, Weiß und Schwarz ausgeführt ist) von Vögeln und geometrischen und pflanzlichen Dekoren im Inneren.


Laut Aufschrift über dem Eingangsportal wurde es 1414 erbaut und 1848 erneuert. Das Schloss blieb bis zum Ende des 17. Jahrhunderts im Familienbesitz derer von Pöllnitz. Danach wechselten die Besitzer häufig.


Nach 1945 wohnten Umsiedler und Flüchtlinge im Schloss. Im Jahr 1972 wurde es baupolizeilich gesperrt. Zu dieser Zeit wohnten dort noch 10 Familien. Außer einer Dachreparatur 1957 waren kaum Reparaturen durchgeführt worden. Vom damaligen Institut für Denkmalpflege in Erfurt wurde immer wieder auf nötige, durchzuführende Reparaturen hingewiesen. Im Jahr 1977 wurde von Seiten des damaligen Rates des Kreises alles zu einer Sprengung des Schlosses im Rahmen einer ZV-Übung vorbereitet, die durch den Einspruch des damaligen Pfarrers von Oberpöllnitz in letzter Minute verhindert werden konnte.


Mit Hilfe der "Deutschen Stiftung Denkmalpflege" konnte nach der politischen Wende im Jahr 1989 die noch vorhandene Substanz weitestgehend erhalten und so gesichert werden, dass das Schloss auf Jahre vor weiterem Verfall bewahrt bleibt. (Die Außenmauern begannen bereits einzustürzen.) Mittlerweile befindet sich das Schloss wieder in Privatbesitz.

Nahe der heutigen Fußgängerbrücke über die Autobahn bei der ehemaligen Raststätte Rodaborn befand sich bis zur Verbreiterung der Bundesautobahn A 9 ebenfalls eine hölzerne Fußgängerbrücke, die umgangssprachlich den Namen "Erna Steg" trug. Dieser Name ging zurück auf die Frau des damaligen Rittergutsbesitzers Aster, dieser hatte das Holz für die Brücke über die Autobahn gestiftet, die auf seinen Wunsch erbaut wurde. Mit dem Ausbau der Bundesautobahn wurde diese Brücke aber abgebrochen und in unmittelbarer Nähe eine neue Fußgängerbrücke errichtet über die nun der beschriebene Wanderweg führt.

Die ehemalige Raststätte Rodaborn wurde 1928 als "Walderholungsheim Rodaborn" von der Rodaborngesellschaft Triptis errichtet. Mit dem Bau der Autobahn in den Jahren 1934 - 1936 wurde sie am 20.12.1936 als erste Autobahnraststätte Deutschlands in Betrieb genommen. Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A9 wurde die Raststätte zum 01.07.2004 geschlossen. Alle Bemühungen zum Erhalt der Raststätte bisher blieben leider erfolglos.

Übrigens die Roda ist ein 33,6 km langer Zufluss der Saale. Der Fluss entspringt in der Nähe von Rodaborn, von dort fließt er durch die Tälerdorfer Schönborn, Renthendorf usw. nach Stadtroda und mündet südlich von Jena in die Saale. Mitte der zwanziger Jahre bestätigte Prof. Dr. Klonka vom pharmakologischen Institut der Universität Jena, dass das Wasser der Rodaquelle nennenswerte Radium-Anteile in im Wasser gelöster Emanation enthält, dass es also als Mineralwasser mit therapeutischem Heilwert anzusprechen war.

 

Fußgängerbrücke über die Autobahn ehemalige Raststätte Rodaborn
 
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