Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Gera-Eichicht wurde Triptis an das Eisenbahnnetz Deutschlands angeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich die Stadt von einen Ackerbürgerstädtchen zu einem jetzt modernen Industriestandort.
Am 01.04.1891 erfolgte die Grundsteinlegung der Triptiser Porzellanfabrik. In den nachfolgenden Jahrzehnten folgten weitere Industrieansiedlungen, wozu nicht unwesentlich der Bau der Autobahn A 9 beigetragen hat, die Fertigstellung in unserem Teilabschnitt erfolgte im Jahr 1936.

Altes Porzellanwerk

Bahnhof


Nach dem Ende des II. Weltkrieges wurden auch in Triptis Unternehmen und große Firmen enteignet und es entwickelten sich die volkseigenen Betriebe, speziell der keramischen und der metallverarbeitenden Industrie. Das Porzellanwerk Triptis war größter Arbeitgeber im Territorium und viele Einpendler aus der umliegenden Umgebung waren in diesem Betrieb tätig. Der Betrieb hatte, nachdem ein neues Werk 1962 in Betrieb genommen wurde, zeitweilig bis zu 1000 Beschäftigte, davon ca. 80 Prozent Frauen. Dieses Werk führt heute unter dem Namen "Neue Porzellanfabrik Triptis GmbH" die Produktion fort.
Auf dem Gebiet des Fahrzeugbaues gab es zwei wichtige Zulieferbetriebe, sowohl für den LKW-Fahrzeugbau, als auch für Fahrzeuge der Landtechnik und für Sonderfahrzeuge. In den 80er Jahren wurde die Produktion von Lenkgetrieben für den PKW "Trabant" in das Werk Triptis verlagert.
Ein weiterer wichtiger Industriezweig war der Maschinenbau, insbesondere der Werkzeugbau für die kunststoffverarbeitende Industrie. Ein Kühlbetrieb und ein Gefrierkonservenbetrieb wurden ebenfalls in Triptis angesiedelt. Mit der Einheit Deutschlands erfolgte die Privatisierung aller Betriebe des Territoriums. Bis auf den Gefrierkonservenbetrieb, die Molkerei und den Hersteller von Brennhilfsmitteln für die keramische Industrie wird auch heute noch in den modernisierten Betriebsstätten weiter produziert. Das in Triptis hergestellte Porzellan ist unter dem Namen "Triptis Porzellan" nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und Übersee ein begehrtes Erzeugnis. Die Betriebe des ehemaligen Fahrzeugbaues der DDR haben sich zum einen als Zulieferer für verschiedene PKW-Typen der Automobilbranche der Bundesrepublik und zum anderen als Spezialbetrieb für die Herstellung von Anhängern und Tiefladern für LKW entwickelt. Auch der Werkzeugbau wird kontinuierlich fortgesetzt. Handwerks- und Gewerbebetriebe haben sich weiterentwickelt bzw. sind neu entstanden.

Bereits 1991 wurde das Industrie- und Gewerbegebiet "Triptis Ost" in einer Größe von über 70 ha erschlossen. Es ist zum großen Teil bebaut, einzelne freie Flächen stehen noch zur Verfügung. Im Jahr 2003 wurde ein weiterer Standort für Industrie und Gewerbe in unmittelbarer Autobahnnähe errichtet, das Industrie- und Gewerbegebiet "Triptis-Nord", indem sich ebenfalls schon Unternehmen angesiedelt haben.




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